Dat jibbets nur in Kölle ...

Erstellt 10.11.2009  Kategorien  Buntes

 

Kölner Philharmonie

Am Wochenende war ich mit meinen Kindern, einem Freund und dessen Kindern in Köln. Im WDR-Gebäude wurde 10 Jahre "Maus & Co" gefeiert, das ist der Shop, in dem es u. a. die süßen Plüschtiere von der Maus und ihren Freunden gibt. Zeitgleich war verkaufsoffener Sonntag, und da das WDR-Gebäude zentral liegt, war es zum bersten gefüllt. So haben wir nach kurzer Zeit die Flucht ergriffen, und den Nachmittag bei schönsten Herbstwetter am Rhein verbracht - auch toll. Zufälligerweise haben wir dort den Armin von der Maus getroffen!

Auf dem Rückweg sind wir noch über die Hohenzollern-Brücke gelaufen, wodurch wir am Heinrich-Böll-Platz vorbei mußten. Dort ist mir aufgefallen, daß der Platz von einer Anzahl Security-Leuten abgesperrt und der Strom der Leute zwischen Domplatte und Rhein auf einen schmalen Fußweg am Rande konzentriert wurde. Dezente Schildchen gaben Auskunft über den Zweck dieser Maßnahme: Unter diesem Platz befindet sich der Konzertsaal der Kölner Philharmonie. Wenn jetzt aber der gemeine Pöbel mit Stöckelschuhen, Rollkoffern und Skateboards den Platz bevölkert, stört das die Musiker und Hörer eine Etage tiefer! Nicht, daß jetzt die Musiker einfach etwas lauter spielen - nein! Wann immer die Philharmonie probt, spielt oder eine Aufnahme erfolgt, wird der Platz kurzerhand gesperrt! Als ich das gelesen habe, machte es klock, und mein Unterkiefer schlug auf dem Boden auf (vermutlich hat der Dirigent laut aufgeflucht ...). So was gibt es nur in Köln! Diese Posse kostet den Steuerzahler jährlich 100000 Euro, wie die Stadt dem Steuerzahlerbund gebeichtet hat. Eine schallabsorbierende Renovierung des Dachs würde irgendwas zwischen 5 und 10 Millionen Euro kosten.

Aber damit nicht genug: Demnächst soll der Krach auch noch von unten kommen. Die Kölner erweitern ja derzeit Ihre U-Bahn. Ein Tunnel verläuft knapp unterhalb des Konzertsaals, und Tests haben ergeben, daß das Rattern der minütlich durchfahrenden Züge prima im Saal zu hören ist! Tja, ich fürchte, zukünftige Kompositionen der Kölner Philharmonie sollten das Rattern der Züge und den Rollkoffer-Sound einfach integrieren.

Die spinnen die Kölner!

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