Elektronischer Perso

Erstellt 24.08.2010  Kategorien  Politik

 

Neuer Personalausweis

Der elektronische Personalausweis (ePerso), der ab 1. November 2010 ausgegeben wird, ist wieder in aller Munde. Grund ist ein Beitrag im ARD-Magazin "plusminus" vom 24. August 2010 (Beitrag auf Youtube), in dem über ein Sicherheitsrisiko berichtet wird. Um die neuen elektronischen Funktionen des ePerso, wie elektronische Signatur und Identität nutzen zu können, bedarf es eines speziellen RFID-Lesegeräts. Um den Nutzen dieser Funktion zu pushen, sponsort das Bundesministerium des Inneren (BMI) etwa 1 Millionen Lesegeräte. Gemeinsam mit dem CCC hat sich plusminus Lesegeräte samt zugehöriger Software angeschaut. Ergebnis: Das erforderliche Kennwort für den letztlichen Zugriff auf den ePerso muß bei dern vom BMI verschenkten Geräten über die Computer-Tastatur eingegeben werden. Ist der Rechner mit einer Schadsoftware infiziert, die es Hackern erlaubt, die Tastatureingaben mitzulesen, kann sich dieser das Kennwort aneignen. Hat der Hacker außerdem die Möglichkeit, Eingaben auf dem Rechner zu machen, so kann - solange der ePerso im Lesegerät liegt und der eigentliche User es nicht bemerkt - Geschäfte im Namen der so geklauten Identität machen. Der ePerso könnte jetzt auch ganz gezielt geklaut werden.

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Tags  rfid,  elektronischer personalausweis,  bmi,  ccc,  epass,  pauswg

Hilfe für Pakistan

Erstellt 12.08.2010  Kategorien  Politik

Offenbar hält sich die Spendenbereitschaft der Deutschen für Pakistan sehr in Grenzen, was wohl nicht allein auf die Urlaubszeit zurückzuführen ist. Anscheinend ist es das negative Bild Pakistans als Unterstützer des Terrors und als Atommacht, das die Menschen vom Spenden abhält. Ganz deutlich wird dieses Bild, wenn man sich die Kommentare auf diesen Artikel bei tagesschau.de anschaut. Da steht sinngemäß drin, die sollen doch erst mal ihre Atomraketen fressen und anschließend wegen Hilfe in Saudi-Arabien oder Iran anklopfen.

Ehrlich gesagt bin ich darüber sehr erschrocken. Ich glaube auch, daß das die Kluft zwischen "westlichen" und "islamischen" Staaten eher weiter erhöht. Außerdem sind wir es doch, die unseren Wohlstand z.T. auch auf der Ausbeutung anderer Länder gründen und in der Region Kriege mit sehr fragwürdigen Motiven und ungewissem Ausgang führen.

Ich jedenfalls habe gespendet.

 

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Tags  pakistan,  afghanistan,  krieg,  flutkatastrophe,  spendenbereitschaft,  atombomben,  terror,  islam

Liquid Democracy

Erstellt 08.08.2010  Kategorien  Politik

Liquid Democracy ist ein Konzept zur politischen Teilhabe irgendwo zwischen repräsentativer Demokratie (das derzeitige System in Deutschland) und der direkter Demokratie. Es ist gar nicht so einfach zu erklären. Gut, daß sich einige Leute die Mühe gemacht haben, es in einem Filmchen zu veranschaulichen:

(Link)

Dieses Modell läßt sich auch für die Meinungsbildung innerhalb einer Partei umsetzen und heißt dann Liquid Feedback. In der Piratenpartei ist das Thema gerade heiß-umstritten. Offenbar ist das auch ein Grund, weshalb es im Bundesvorstand derzeit gerade heftig knirscht.

 

 

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Tags  piratenpartei,  liquid democracy,  liquid feedback,  bundesvorstand,  direkte demokratie,  repräsentative demokratie

Google Street View: Der große Lauschangriff

Erstellt 17.05.2010  Kategorien  Politik

 

Google Logo

Kaum jemandem sollte die jüngste PR-Panne von Google entgangen sein: Die Google Street View Fahrzeuge sammeln auch Daten zu WLAN-Netzen. Das alleine ist ja noch kein Skandal, allerdings haben die rollenden Datenstaubsauger bei unverschlüsselten WLAN-Netzen auch gleich noch die Dateninhalte mitgeschnitten und gespeichert!

Skandalös aus meinen Augen ist die Erklärung Googles zu dieser Panne: Offenbar hat man beim Zusammenstellen der Software für die Autos nicht so genau hingeschaut und irgendeinen alten Code eingebaut! Auf Googles offiziellem Blog heißt es:

"So how did this happen? Quite simply, it was a mistake. In 2006 an engineer working on an experimental WiFi project wrote a piece of code that sampled all categories of publicly broadcast WiFi data. A year later, when our mobile team started a project to collect basic WiFi network data like SSID information and MAC addresses using Google’s Street View cars, they included that code in their software—although the project leaders did not want, and had no intention of using, payload data."

Für wie dumm halten uns denn eigentlich die Leute von Google? Versehen - das ich nicht lache! Und wenn das wirklich ein Versehen war, dann läßt das tief Blicken in Googles Datenschutz-Philosophie! Da nimmt ein Unternehmen die wohl größte Datensammlung der Geschichte vor und dengelt da irgendeine Software in Ihre Rechner - ich bin sprachlos!

Mir ist das letztlich vollig schnuppe, welche und wieviele Daten Google aus ungeschützten Netzten abgefischt hat. Ein Einbrecher bleibt ein Einbrecher, auch wenn der Einbruch erfolglos war. Für mich ist es ein Grund mehr, Google-Produkte wo möglich nicht mehr zu verwenden. Nur bei YouTube gelingt mir das noch nicht ...

In einigen Blogs wird die Meinung vertreten, Nutzer mit ungeschützten WLAN-Netzen haben ja selbst Schuld. Im Prinzip ist das richtig. Zumindest handelt ein jeder fahrlässig, zumal das Konfigurieren von Verschlüsselungen auf gängigen Geräten ein Kinderspiel ist. Anders herum ergibt sich für Google daraus allerdings kein Freibrief, Daten aus unverschlüsselten Verbindungen mitzuschneiden!

Mein Appell an alle WLAN-Nutzer: Überprüft die Sicherheitseinstellungen! Besser WPA2 anstelle von WEP verwenden. Das Kennwort bzw. die Passphrase sollte möglichst lang und aus Zufallsziffern bestehen.

 

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Tags  wlan,  wep,  wpa,  wpa2,  google,  datenschutz,  street view,  privatsphäre,  wifi

Werbespot der Piratenpartei zur Landtagswahl in NRW

Erstellt 10.04.2010  Kategorien  Politik

Am 9. Mai ist Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, zu der die Piratenpartei antritt. Zur Bundestagswahl gab es einen recht erfolgreichen Werbespot "Ich bin Pirat!". Für die Landtagswahl wurde nun ein ähnlicher Spot gedreht, der mir sehr gut gefällt:

(Link)

 

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Tags  politik,  piraten,  landtagswahl

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