Neues Thinkpad Drucken E-Mail
Computer - Hardware
Geschrieben von: Jan Grosser   
Mittwoch, den 30. September 2009

lenovo_r400

So, seit knapp zwei Wochen bin ich stolzer Besitzer eines neuen Thinkpads. Mein nunmehr schon 6,5 Jahre altes Thinkpad R51 konnte somit in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Ich bin ja ein gebranntes Kind: Mein erstes Notebook war ein Gericom, das ich mir so um das Jahr 2000 herum für 4999 DM bei "ich bin doch nicht blöd" gekauft habe. Die Kaufentscheidung war aber blöd, denn das Notebook erwies sich als extrem billig verarbeitet: Der LPT war defekt und die Tastatur federte sehr stark. Die Linux-Installation mit der Notebook-Hardware war ein Krampf. Das zweite Notebook war nun das besagte Thinkpad R51, das mich bis zuletzt nicht in Stich gelassen hat! Vor gut einem Jahr ist mir lediglich eine Taste abgebrochen (mir ist etwas auf die Tastatur gefallen, da kann das Thinkpad nichts dafür). Trotz des damals schon IT-biblischen Alters habe ich eine Ersatz-Tastatur bekommen, die sich auch problemlos austauschen ließ. Diese Erfahrungen haben mich dazu bewogen, wieder ein Thinkpad zu nehmen, auch wenn jetzt nicht mehr IBM dahinter steht, sondern Lenovo. Ich hoffe, an diesem Notebook wieder so lange Freude zu haben. Und es muß ja schon seinen Grund haben, weshalb auch auf der ISS Thinkpads eingesetzt werden!

 

 

Das Thinkpad R400 (7439WDB) habe ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter über das Lenovo Campus-Programm bezogen. Im Rechner werkelt ein Intel Core 2 Duo mit 2 mal 2 GHz Taktfrequenz. Den RAM-Speicher habe ich gleich auf 4 GB aufbohren lassen, da ich gelegentlich mal Windows in der VirtualBox nutze. Okay, bestimmt nicht das schnellste Notebook der Welt, aber für mich völlig ausreichend. Auf dem Notebook habe ich openSUSE 11.1, 64 Bit installiert. Auf Anhieb wurden alle wichtigen Hardware-Komponenten erkannt und laufen einwandfrei (Firewire, das interne Modem und den SmartCard-Reader habe ich nicht getestet ...).

Das aktuelle Thinkpad habe ich ohne Betriebssystem gekauft, da ich schon seit längerer Zeit zuhause grundsätzlich Linux verwende (bis auf gelegentlich mal Windows in der VirtualBox, siehe oben). Das R51 jedoch, welches zuletzt auch nur mit Linux lief, hat auf der Platte eine Partition mit dem IBM Rescue & Recovery, mit dem man den Auslieferungszustand wiederherstellen kann bzw. sollte. Ich erinnere mich an ein dienstlich genutztes R52, wo das auch kein Problem darstellte. Wenn man allerdings Linux und des Bootloader Grub auf der Platte hat, kommt man da garnicht mehr so einfach dran. Ich hatte zwar in Grub einen Booteintrag für diese Rettungspartition, allerdings wurde der Bootvorgang recht schnell durch eine Fehlermeldung abgebrochen. Dank Google habe ich herausgefunden, daß dies daran liegt, daß Grub die Partition default-mäßig nicht als FAT32 bootet, was zum Absturz führt. Wenn man dann die Grub-Konfigurationsdatei wie hier im Abschnitt "MBR written bei Grub" ändert und Grub neu installiert, kann man die Rettungspartition nun endlich erfolgreich booten.

Leider war bei mir die System-Wiederherstellung im ersten Anlauf nicht ganz erfolgreich. Nach jeder Menge Frickelei unter Einsatz einer FreeDos-Boot-CD habe ich es hinbekommen, ein bootfähiges Windows auf die Platte zu kriegen. Da fehlen aber die ganzen IBM-Treiber. Ich habe vor, das noch einmal zu machen und blogge dann ggf. meine Erfahrungen.

 

 
Kommentare (2)
2 Mittwoch, den 30. September 2009
Jan Grosser
Eine Kleinigkeit finde ich allerdings am neuen R400 nicht so toll. Die Oberseite des Deckels ist rauh und hat so eine Art "Metallic-Optik" ... schwer zu beschreiben. Allerdings mag diese Oberfläche keine fettigen Finger. Nach kurzer Zeit sieht das ziemlich begrabbelt aus und läßt sich auch wegen der rauhen Oberfläche auch nur schwer wieder saubermachen. Nun ja ...
1 Mittwoch, den 30. September 2009
Jan Grosser
So, jetzt war im zweiten Anlauf die Komplett-Wiederherstellung erfolgreich. Dazu habe ich erst einmal die bestehende Windows-Partition formatiert. Am besten ist, man hat zu diesem Zweck bspw. eine FreeDos-CD zur Hand. Nach dem Formatieren aktiviert man die R&R-Partition, damit beim anschließendem Reboot von dieser partition gebootet wird. Dann lief die System-Wiederherstellung problemlos durch.

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