Server Status Info via XMPP/Jabber

Erstellt 20.09.2012  Kategorien  Software

 

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Bei mir zuhause läuft ein kleiner Server zur zentralen Ablage von Bildern und ähnlichem Krempel sowie für Backups. Seit neustem werkelt da ein Atom-Prozessor energiesparend vor sich hin. Auf den Server logge ich mich jetzt nicht gerade täglich ein, möchte mich aber trotzdem in Sicherheit wähnen, daß alles in Ordnung ist.

Vor einiger Zeit habe ich in diesem Zusammenhang ein tolles Tool namens sendxmpp entdeckt. Sendxmpp ist ein Perlskript, um XMPP-Nachrichten zu verschicken. Es ist nicht zu verwechseln mit Chat-Clients wie Gajim oder Pidgin, die eine graphische Oberfläche haben und zum Chatten da sind! Das Skript läßt sich hingegen prima in Shell-Skripte oder Cron-Jobs integrieren.

Bei mir startet Cron einmal täglich ein Skript, welches ein paar wesentliche Gesundheitsparameter des Systems ermittelt und mir dann via sendxmpp auf mein Smartphone schickt. Was die wesentlichen Gesundheitsparameter sind, ist natürlich individuell. Mal angenommen, Eure Serverpartition sei unter /dev/sdb1 eingehängt, würde Euch die folgende Code-Zeile die Speicherauslastung via XMPP verschicken:
$ df -h | grep /dev/sdb1 | sed -e "s/\/dev\/sdb1 *//" | sendxmpp -s "Auslastung Serverplatte" receiver@jabber.org

Damit das ganze funktioniert, solltet Ihr vorher natürlich sendxmpp installieren ;-) und mindestens ein XMPP-Konto registrieren. Letzteres ist in der Regel kostenlos. Anbieter gibt es eine ganze Menge, darunter jabber.org, twattle.net, jabber.de, jabber.ccc.de. Außerdem müßt Ihr in der Konfigurationsdatei ~/.sendxmpprc die Zugangsdaten eines XMPP-Kontos eintragen.

 

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Jabber.org Opfer einer DoS-Attacke

Erstellt 23.08.2012  Kategorien  Software

Als Alternative zu SMS benutze ich auf meinem Androiden XMPP, um kostengünstig mit einigen (aber derzeit leider noch wenigen) Freunden zu kommunizieren. XMPP ist ein quelloffenes Instant Messaging Protokoll. Bei verschiedenen Anbietern kann man sich ein Konto einrichten, sich einen der vielen Clients installieren und los-chatten. Der bekannteste Anbieter ist Jabber.org. XMPP und Jabber werden fast synonym gebraucht. Auch ich habe einen Jabber Account: zilpzalp@jabber.org.

Leider ist in der Vergangenheit der Jabber.org-Server sehr häufig down gewesen. Zuletzt ist er seit Tagen nicht mehr zu erreichen. Offenbar ist ein DoS-Angriff bzw. ein Mißbrauch der Jabber-Services die Ursache, wie man unter Notices auf jabber.org oder dem Jabber.org Twitter Account lesen kann. Derzeit sind alle viele Accounts gesperrt, und das Problem wird wohl auch nicht kurzfristig behoben.

Glücklicherweise ist XMPP ein offenes Protokoll. Und neben Jabber.org gibt es eine Reihe weiterer Anbieter, die Instant Messaging-Dienster anbieten. Ich habe ganz gute Erfahrung mit dem Anbieter twattle.net gemacht, auf dem ich ein Zweitkonto besitze. Der Chaos Computer Club bietet mit jabber.ccc.de auch einen Dienst an. Der Server ist aber auch zeitweise nicht erreichbar (so wie derzeit). Bei XMPP sollte man also mehrere Konten haben, um seine Erreichbarkeit zu sichern - oder einen eigenen Server aufsetzen!

 

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