Jan Grossers Blog
hdparm: Festplatte eine Auszeit gönnen Drucken E-Mail
Computer - Hardware
Geschrieben von: Jan Grosser   
Freitag, den 11. Mai 2012
Bei mir zuhause werkelt ein selbstgestrickter Linux-Server, auf dem die anfallenden Familienbilder, -videos und die Musiksammlung für den gemeinsamen Zugriff abgeladen werden. Nun mußte mal der Prozessorlüfter ausgetauscht werden, da ihm die Puste ausgegangen war. Dabei habe ich festgestellt, daß die verbaute Festplatte (das ist überflüssigerweise auch noch eine mit 7200 U/min hochdrehende Platte!) subjektiv ziemlich heiß wird.
 
Um zu vermeiden, daß die mir abraucht, habe ich als Sofortmaßnahme veranlaßt, daß die Platte nach einer bestimmten Leerlaufzeit via hdparm in den Standby geschickt wird. Sie verbraucht damit weniger Energie und sollte damit auch weniger warm werden. Bei mir hängt die Platte unter /dev/sda. Der Datei /etc/hdparm.conf fügt man in diesem Fall einfach folgende Zeilen an:
 
command_line {
hdparm -S60 /dev/sda
}
 
Der Parameter -S setzt die Zeit, nach der die Festplatte bei Nichtbenutzung in den Standby geschickt wird. Die Zahl ist allerdings nicht direkt als Zeiteinheit zu interpretieren, sondern ein Faktor. Nach dieser Anleitung gibt der Faktor die Zeit als Vielfaches von 5s an. In diesem Beispiel würde also der Standby nach 60*5s=300s=5min einsetzen. Nun muß der Rechner noch neu gestartet werden.
 
Mein Server hat nur eine Platte mit Partitionen für das System und den Datenbereich. Da vergleichsweise häufig Zugriffe auf die Systempartition erfolgen (viel häufiger als auf die Datenpartition), verhindert das natürlich einen effektiven Standby der Platte.
 
Irgendwann aber ist sowieso bei mir ein SW-Update des Servers fällig. Zudem ist die Datenpartition mit derzeit < 2 GByte winzig (nacktes Linux ohne X). Irgendwo habe ich noch einen CF-IDE Adapter und eine schnelle CF-Speicherkarte rumfliegen. Ich denke, ich werde die Systempartition auf die CF-Karte umziehen. Dann läuft nur noch die energiesparende CF-Speicherkarte durch und die Platte mit der Datenpartition wird bei Nichtzugriff in den Energiesparmodus versetzt.
 
 
Neues Blog-Backbone in Arbeit Drucken E-Mail
Neuigkeiten - Aktuell
Geschrieben von: Jan Grosser   
Donnerstag, den 03. Mai 2012
Dieses Blog ist für mich meine kleine persönliche Spielwiese, um die segensreichen Entwicklungen des Webs auszuprobieren. Ein angenehmes Abfallprodukt dieser Beschäftigung ist, daß ab und zu ein paar Artikel für dieses Blog abfallen. Gelegentlich ist es mir schon passiert, daß ich selbst Dinge in diesem Blog gesucht habe ("dazu hast Du doch mal was geschrieben ..."). In seltenen Fällen ;-) interessieren sich sogar für meine Artikel Leute, die beispielsweise über eine Suchmaschine in dieses Blog gespült werden.

Aus Mangel an Kenntnis und Alternativen bin ich damals bei Joomla als Content Management System für dieses Blog gelandet. Joomla ist schon toll, aber richtig warm bin ich mit dieser Software nie geworden. In mir reift schon länger die Überzeugung, mich mittelfristig von diesem System zu trennen. Dabei wächst zugleich in mir die Absicht, dies mit einem Paradigmenwechsel zu verbinden und quasi einen Schritt zurück in Richtung Web 1.0 zu machen! Aber der Reihe nach.
Weiterlesen...
 
Lost Place "Stadt im Wald" Drucken E-Mail
Freizeit - Geocaching
Geschrieben von: Jan Grosser   
Samstag, den 07. April 2012

Eindruck aus

In Kreisen deutscher Geocacher ist der Cache "Stadt im Wald" eine wahre Legende. Es handelt sich hierbei um einen sogenannten Lost Place Cache. Bis in die frühen 1990er Jahre befand sich an dieser Stelle eine der größten Kasernen der sowjetischen Truppen auf deutschen Boden. Zeitweise sollen hier 15000 Soldaten stationiert gewesen sein. Der Cache dürfte vielen Geocachern nicht zuletzt deshalb bekannt sein, da Groundspeak ihm letztes Jahr ein Teaser-Video gewidmet hat. Bei mir stand dieser Cache schon länger auf der ToDo-Liste.
Weiterlesen...
 
Syntax-Error im SPIEGEL Drucken E-Mail
Internet - Nette Fundsachen
Geschrieben von: Jan Grosser   
Samstag, den 07. April 2012

Das Wochenmagazin DER SPIEGEL enthielt in der Karwoche einen Artikel über die Online-Partnerbörse Parship. Der Artikel der Autorin Dialika Neufeld bemängelt den Verlust von Romantik und den Versuch, Liebe in mathematisch-statistische Zusammenhänge zu packen. Im Grunde genommen habe ich dagegen nichts einzuwenden. Toll fand ich die Formulierung, die Partnersuche in der Onlinebörse gleiche dem "Zusammensetzten eines passenden Einbauschranks".

Lustig ist allerdings der Titel der Story. Wie der Artikel verrät, hat sich Frau Neufeld vom "Chefprogrammierer" von Parchip, Herr Böhling eine "mathematische Formel" auf eine Post-it Notiz schreiben lassen. Offenbar hat Herr Böhling eine ziemliche Sauklaue, denn das ist dabei herausgekommen:

 

DER SPIEGEL 14/2012, Syntax Error auf S. 54

 

Vielleicht hätte Frau Neufeld noch einen IT-kundige/n Kollegin/Kollegen probelesen lassen sollen. Ein peinlicher Tippfehler ist es jedenfalls nicht, den das Fragment der trivialen Codezeile findet sich auch eine Seite weiter im Fließtext:

 

DER SPIEGEL 14/2012, Syntax Error im Artikel

 

Ich vermute mal, Herr Böhling hat Frau Neufeld das Codezeilen-Fragment "if(wert1==wert2) {" aufschreiben wollen. Es handelt sich um eine sog. if-Clause, die die Inhalte zweier Variablen, hier wert1 und wert2 vergleicht. Wenn diese Variablen identisch sind (dies deutet der Vergleichsoperator == an), wird eine Aktion ausgeführt oder nicht. Damit dieses Fragment einen Sinn ergibt, hätte Frau Neufeld es folgendermaßen erweitern können:

if(wert1==wert2) {

optimale-partner=true;

} else {

optimale-partner=false;

}

Vermutlich aber ist der Algorithmus, der in den Datenbanken von Parship nach optimale Zweierbeziehungen sucht, deutlich komplexer als das obige Codebeispiel. Wenn schon Frau Neufeld "if" nicht kennt, hat sich der Parchip-Programmierer vermutlich gespart, auf Details der Programmierung einzugehen.

 

 
WLAN-Empfang über geeignete Kanal-Wahl optimieren Drucken E-Mail
Computer - Hardware
Geschrieben von: Jan Grosser   
Montag, den 12. März 2012
In vielen Haushalten befinden sich heutzutage eine ganze Reihe internetfähiger Geräte, angefangen vom Computer und Notebook, über Smartphones oder Spielekonsole bis hin zum Internetradio. Diese Geräte verteilen sich über die ganze Wohnung oder das ganze Haus und werden praktischerweise häufig über Wireless LAN mit Internetverbindung "versorgt". Für den heutzutage gängigen WLAN-Standard IEEE 802.11b/g steht ein Frequenzbereich von 2400 bis 2483,5 MHz zur Verfügung. Dieser Frequenzbereich von 83,5 MHz ist wiederum auf verschiedene Kanäle aufgeteilt. Ein WLAN Access Point ist für einen dieser Kanäle konfiguriert und teilt sich die dort zur Verfügung stehende Übertragungsrate mit allen anderen Geräten, die auf exakt den gleichen Kanal eingestellt sind. In Häusern mit mehreren Parteien ist es sehr wahrscheinlich, daß mehrere WLAN Access Point fröhlich nebeneinander her funken. Im schlechtesten Fall sind die Kanaleinstellungen nicht optimal aufeinander abgestimmt. So könnte es sein, daß der Access Point aus der Wohnung drüber genau auf dem gleichen Kanal funkt, wie der eigene. Obwohl der Flaschenhals bei Internetverbindungen i.d.R. die Anbindung zwischen Acces Point und Internet-Provider ist, kann die Ballung auf einen bestimmten Kanal dazu führen, daß in gewissen "Randbereichen" der eigenen Wohnung ein schlechter Empfang zum eigenen Access Point besteht. Daher sollte man die Kanalwahl mit Bedacht vornehmen.

Weiterlesen...
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

Seite 1 von 52